Foyer für Bastei Lübbe
Ein lebendiger Auftakt für Arbeit und Begegnung
Das Foyer erzählt die erste Geschichte eines Unternehmens – es vermittelt Haltung, öffnet Dialoge und macht Kultur erfahrbar. Für den Kölner Verlag Bastei Lübbe, dessen Arbeit vom Austausch von Ideen und Geschichten lebt, wird der Eingangsbereich nun selbst zur Bühne für Begegnung und neue Arbeitsformen.
Im Rahmen eines Masterplans für flexible Arbeitswelten bei Bastei Lübbe, die bereits in anderen Bereichen umgesetzt wurden, transformiert brandherm + krumrey interior architecture (bki) den Eingangsbereich zu einem lebendigen Ort für Austausch und Identifikation. Auf rund 490 Quadratmetern und über zwei Geschosse ist ein multifunktionaler Raum entstanden, der Arbeiten, Treffen und Verweilen selbstverständlich miteinander verbindet.
Zentrales Gestaltungselement ist der „rote Faden“, der sich architektonisch durch das Foyer zieht und die Nutzungszonen strukturiert: Küche und Café, Aufenthaltsbereiche, Meetingräume und Medienflächen fügen sich zu einem zusammenhängenden Raumgefüge. Die bewusste Funktionsüberlagerung – Arbeitsplätze am Empfang, kommunikative Zonen, Rückzugsmöglichkeiten und offene Begegnungsflächen – macht den Raum über den gesamten Tag hinweg vielfältig nutzbar.
Im Zentrum steht die großzügige Signature-Treppe, die Erdgeschoss und Galerie verbindet und zugleich als Sitzlandschaft, Treffpunkt und Veranstaltungsarena dient. Mit rund 55 festen Sitzplätzen wird sie zum sozialen Mittelpunkt des Hauses – für spontane Gespräche ebenso wie für Lesungen und größere Events. Ergänzt wird das Raumangebot durch verglaste Meetingräume mit Blick ins Foyer, eine neu geschaffene Cozy-Meeting-Zone im Obergeschoss sowie einen integrierten Library- und Shop-Bereich, der das publizistische Profil des Verlags räumlich erlebbar macht.
Materialien, Farben und Möblierung schaffen eine warme Atmosphäre, die Professionalität mit Aufenthaltsqualität verbindet. Mit Offenheit, klarer Struktur und emotionaler Raumwirkung übersetzt bki zeitgemäße Arbeitswelten in Architektur – und macht Begegnung, Identität und Wandel sichtbar.
Das Foyer ist Empfang, Treffpunkt, Arbeitsraum und Kommunikationsfläche zugleich – sichtbarer Auftakt einer flexiblen, dialogorientierten Bürowelt und konkretes Beispiel dafür, wie Innenarchitektur neue Formen des Zusammenarbeitens räumlich verankert.
Bauherr
Bastei Lübbe AG
Ort
Köln
Fertigstellung
2025
Projektteam
Louise von Stromberg, Andreas Jacob, Susanne Brandherm
Fotos
Maike Piorr
Nachhaltigkeitsaspekte
Mensch im Raum
Flexible Raumzonen und individuelle Sitzmöglichkeiten für unterschiedliche Bedürfnisse sorgen für Wohlbefinden der Nutzenden
Raumqualität
Flexible Raumstruktur mit Maßnahmen zur Optimierung der Raumakustik, Erweiterung der Raumhöhe, individuelles Lichtkonzept
Materialwahl
Hochwertige Materialien, gewebte Textilien, Bodenbelag mit hohem Recyclinganteil, Beleuchtung aus dem Niedrigenergiesektor
Mehrwert für Mitarbeitende
Planungsprozess in offenem Austausch mit der Belegschaft, Neugestaltung nach den Bedürfnissen und Wünschen der Mitarbeitenden, Gestaltungsqualität mit Identifikationsmöglichkeiten
