Coroplast IT-Gebäude: Innenarchitektur für eine neue Arbeitskultur

Wie wollen wir in Zukunft arbeiten – und wie müssen Räume gestaltet sein, damit Arbeit nicht nur funktioniert, sondern inspiriert, Sinn stiftet und verbindet? In Zeiten hybrider Teams, globaler Märkte und stetig wachsender professioneller Anforderungen gewinnen Räume, die Wandel nicht nur zulassen, sondern ihn auch mitgestalten, eine neue gesellschaftliche Bedeutung.
Mit dem Innenausbau des neu errichteten IT-Gebäudes für Coroplast am Standort Wuppertal hat brandherm + krumrey (b-k-i) ein zukunftsweisendes Interior-Konzept entwickelt, das die Prinzipien moderner Arbeitswelten konsequent in eine starke gestalterische Sprache übersetzt. Auf 820 m² entstand ein identitätsstiftendes Arbeitsumfeld, das Agilität, Fokus und soziale Interaktion intelligent miteinander verbindet.

Zentrales Element des Interior-Konzepts ist das „Hub“, eine funktionale und gestalterische Mitte, von der sich farbige Kuben durch den Raum ziehen. Sie strukturieren offene Flächen, schaffen Orientierung und ermöglichen unterschiedliche Arbeitsmodi – von ruhigen Fokuszonen bis zu offenen Kollaborationsbereichen.

Die Gestaltung verbindet natürliche Materialien, gezielte Farbakzente und eine sorgfältig kuratierte Möblierung. Holzverkleidungen, stoffbezogene Wandnischen und ausgewählte Designmöbel fügen sich zu einem harmonischen Gesamtbild, das Wärme und Modernität ausstrahlt und zu einer Atmosphäre des Wohlbefindens und der Zugehörigkeit beiträgt. Durch ein integriertes Stylingkonzept mit Textilien, Leuchten und detailverliebtem Interior entsteht ein Ambiente, das sowohl professionell als auch emotional überzeugt und damit ein Ort, der die Unternehmenskultur stärkt und die Bedürfnisse der Mitarbeitenden in den Mittelpunkt stellt.

Mit 58 festen Arbeitsplätzen, drei Focus-Räumen und einer Vielzahl an Meeting- und Lounge-Bereichen bietet das Gebäude eine maximale Flexibilität. Die offene Raumstruktur folgt den Prinzipien des Activity-Based Working und erlaubt es den Mitarbeitenden, ihren Arbeitsort situativ zu wählen, von der konzentrierten Einzelnutzung bis hin zur agilen Teamarbeit.

Das Projekt ist Ausdruck einer neuen Haltung in der Arbeitswelt: Räume, die sich an Menschen orientieren, nicht umgekehrt. Es vereint hohe funktionale Anforderungen mit einem klaren gestalterischen Anspruch und zeigt, wie Innenarchitektur Kulturwandel unterstützen und Identität schaffen kann.

Bauherr
Coroplast Fritz Müller GmbH & Co. KG

Ort
Wuppertal

Fertigstellung
2025

Projektteam
Carolina Hahn, Martin Dierolf, Susanne Brandherm, Anke Knauf

Fotos
Joachim Grothus

Nachhaltigkeitsaspekte

Mensch im Raum

Flexible Raumzonen und individuelle Sitzmöglichkeiten für unterschiedliche Bedürfnisse sorgen für Wohlbefinden der Nutzenden

Raumqualität

Flexible Raumstruktur mit Maßnahmen zur Optimierung der Raumakustik, Erweiterung der Raumhöhe, individuelles Lichtkonzept

Materialwahl

Hochwertige Materialien, gewebte Textilien, Bodenbelag mit hohem Recyclinganteil, Beleuchtung aus dem Niedrigenergiesektor

Mehrwert für Mitarbeitende

Planungsprozess in offenem Austausch mit der Belegschaft, Neugestaltung nach den Bedürfnissen und Wünschen der Mitarbeitenden, Gestaltungsqualität mit Identifikationsmöglichkeiten

Grundriss