Bastei Lübbe AG

Präsenz statt Distanz: b-k-i gestaltet neue Arbeitswelten für Dialog und Identität

Wie sieht Führung heute aus und welche Räume braucht sie? In einer Arbeitswelt, die zunehmend auf Agilität, Vertrauen und Sichtbarkeit setzt, werden Orte, an denen Dialog entsteht, zu strategischen Werkzeugen. Mit dem Umbau des 160qm großen Teilbereiches des sechsten Obergeschosses der Bastei Lübbe AG in Köln hat brandherm + krumrey interior architecture (b-k-i) ein Pilotprojekt realisiert, das diesen Wandel räumlich übersetzt – als ersten Baustein eines umfassenden Masterplans für flexible, zukunftsorientierte Arbeitswelten.

Der 160 Quadratmeter große Bereich in dem 06. Geschoss bildet den Auftakt eines Gesamtkonzepts, das von b-k-i 2023 entwickelt wurde. Ziel war es, klassische Bürostrukturen aufzubrechen und neue Formen des Arbeitens zu ermöglichen. Im sechsten Obergeschoss wurde dafür eine Art „Urban Touch Point“ geschaffen, eine offene, lebendige Agenturatmosphäre, die Präsenz, Transparenz und Kommunikation fördert.
Der Vorstand, bisher in abgeschlossenen Bereichen tätig, rückt nun bewusst ins Zentrum der Fläche: sichtbar, nahbar und als Teil des gemeinsamen Geschehens. Ergänzt wird das Setting durch die Assistenz- und Meetingräume an der Südseite sowie eine Mittelzone mit Bücherregal, Pantry und offenem Meeting Space, die zum neuen Dreh- und Angelpunkt für Austausch und informelle Begegnungen avanciert.

„Wir wollten die klassische Flursituation aufbrechen und den Vorstand nicht länger separieren, sondern in Bewegung bringen – mitten im Team, mitten im Dialog. Diese räumliche Nähe verändert Kommunikation, Haltung und Arbeitskultur“, beschreibt Susanne Brandherm, geschäftsführende Partnerin bei b-k-i, den Entwurfsgedanken, der auch gleichzeitig dem Wunsch des Bauherrn nachkam, Hierarchien aufzubrechen.

Gestalterisch übersetzt das Projekt die Idee von Offenheit und Identität mit präziser Formensprache und sorgfältiger Materialwahl. Warme, natürliche Oberflächen und textile Elemente schaffen Behaglichkeit, während klare Linien und modulare Raum-in-Raum-Systeme Flexibilität gewährleisten. Farblich akzentuierte Zonen, dominiert von einem tiefen, energiegeladenen Rot, verleihen Struktur und Dynamik. Glasflächen, Akustikvorhänge und maßgefertigte Möblierungen zonieren den Raum subtil, ohne Trennung zu erzeugen. Das Ergebnis ist ein Ort, der Bewegung zulässt, Begegnung fördert und Führung neu interpretiert – weniger hierarchisch, dafür menschlicher und dialogischer.

Mit Bastei Lübbe 6. OG zeigt b-k-i, wie Innenarchitektur zum strategischen Instrument werden kann, indem sie Räume schafft, die Haltung zeigen, Identität stiften und Kultur formen. Präsenz statt Distanz, Offenheit statt Abschottung: so definiert b-k-i die Zukunft des Arbeitens.

Bauherr
Bastei Lübbe AG

Ort
Köln

Fertigstellung
2025

Projektteam
Louise von Stromberg, Andreas Jacob, Susanne Brandherm

Fotos
Maike Piorr

Nachhaltigkeitsaspekte

Mensch im Raum

Flexible Raumzonen und individuelle Sitzmöglichkeiten für unterschiedliche Bedürfnisse sorgen für Wohlbefinden der Nutzenden

Raumqualität

Flexible Raumstruktur mit Maßnahmen zur Optimierung der Raumakustik, Erweiterung der Raumhöhe, individuelles Lichtkonzept

Materialwahl

Hochwertige Materialien, gewebte Textilien, Bodenbelag mit hohem Recyclinganteil, Beleuchtung aus dem Niedrigenergiesektor

Mehrwert für Mitarbeitende

Planungsprozess in offenem Austausch mit der Belegschaft, Neugestaltung nach den Bedürfnissen und Wünschen der Mitarbeitenden, Gestaltungsqualität mit Identifikationsmöglichkeiten

Grundriss